Beratung zur Schullaufbahn am Gymnasium München-Nord

Lebensraum Schule mitsamt seinen Inhalten, Angeboten und Anforderungen bietet täglich viele Möglichkeiten, Neues zu erfahren und zu entdecken. Unterricht motiviert die Schülerinnen und Schüler, sich auf neue Herausforderungen einzustellen und diese auch zu meistern.

Im Laufe eines Schuljahres können aber auch immer wieder schulische und persönliche Probleme auftreten, zu deren Bewältigung man Hilfe benötigt  und die die Frage aufwerfen, ob man sich noch auf dem richtigen Weg befindet.

In einem persönlichen Beratungsgespräch wird versucht, gemeinsame Lösungswege für die individuellen Fragen, Schwierigkeiten und Probleme zu finden.

Beratungsschwerpunkte sind:

  • Wechsel zu anderen Schularten
  • Versetzung und Wiederholung
  • Lern- und Leistungsprobleme
  • Berufs- und Studienvorbereitung

Die Beratung ist freiwillig, vertraulich und  kostenlos.

Termine zur Schullaufbahnberatung werden mit Frau OStRin Angelika Jennert individuell vereinbart. Nennen Sie bei der Anmeldung stets Ihren Namen und Ihre Email-Adresse sowie Namen und Klasse Ihres Kindes.

Anmeldung zur Schullaufbahnberatung: schulberatung@gym-muc-nord.de

Die unten stehenden Abschnitte enthalten Informationen zu:

  • Übertritt in die 5. Jahrgangsstufe
  • Jahrgangsstufe 5
  • Jahrgangsstufe 6
  • Jahrgangsstufe 7

Bei persönlichen Problemen  und Fragestellungen wie z.B. Schulangst, ungünstigen familiären Bedingungen,  Motivationsproblemen, Lern- und Leistungsschwierigkeiten,  Testung von individuellen Anlagen, AD(H)S  sowie Legasthenie können Sie sich an unsere Schulpsychologin Frau StRin Veronika Ertl wenden.

 

Außerschulische Informations- und Beratungsmöglichkeiten:

  • Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus www.km.bayern.de Informationen zu Schularten, Recht/Schulordnungen etc.
  • Staatliche Schulberatungsstelle München, Infanteriestr. 7, 80797 München, Tel. 558 9989-30 www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/muenchen/ Schullaufbahninformationen, Fachartikel zu AD(H)S, Hochbegabung, Mobbing
  • Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung www.isb.bayern.de Lehrpläne, Jahrgangsstufentests, neue Prüfungsformen etc.
  • Referat für Bildung und Sport  der Landeshauptstadt München www.muenchen.de/bildungsberatung Bildungsberatung, Informationsblätter, Schullisten etc.
Übertritt in die 5. Jahrgangsstufe

Sehr geehrte Eltern,

das bayerische Schulsystem bietet vielfältige Möglichkeiten, um die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Auch der Übertritt an das Gymnasium kann auf verschiedene Arten erfolgen.

Die 5. Jahrgangsstufe wird als sogenannte Gelenkklasse bezeichnet. Das heißt, dass den Kindern nach dem Übertritt an eine neue Schulart anfänglich eine Eingewöhnungsphase an die neuen Anforderungen der betreffenden Schulart durchlaufen. Anschließend dient die Gelenkklasse der Reflexion  des gewählten Bildungswegs und unterstützt die Anbahnung individueller Bildungswechsel im Anschluss an die 5. Jahrgangsstufe.

Die folgende Zusammenstellung soll einen groben Überblick rund um das Thema Übertritt in die 5. Jahrgangsstufe des Gymnasiums geben.

Frau Süß, unsere Grundschullotsin, begleitet und unterstützt Schüler und Eltern durch Förderunterricht und  praktische Hilfestellungen während der 5. Klasse.

Für Fragen zu Lern- und Leistungsschwierigkeiten, Prüfungsangst, Motivationsproblemen und allgemeinen Problemsituationen steht Ihnen Frau Ertl, unsere Schulpsychologin zur Verfügung, für eine individuelle Beratung bei Fragen der Schullaufbahn wenden Sie sich an die Beratungslehrerin Frau Jennert.

Übertrittsbestimmungen (§2und3, GSO)

Die Schülerinnen und Schüler werden von den Erziehungsberechtigten angemeldet. Aufgenommen werden Schüler, die am 30. September das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die für den Bildungsweg des Gymnasiums geeignet sind. Dies wird nachgewiesen durch:

Übertrittszeugnis (§6, GrSO)

  • Notendurchschnitt in D, M, HSU mindestens 2,3
  • Ausgabe an der Grundschule am ersten Unterrichtstag im Monat Mai

Übertritt nach der Jahrgangsstufe 5 der Realschule (§11, RSO)

  • D, M Notendurchschnitt 2,5

Übertritt nach der Jahrgangsstufe 5 der Mittelschule (§6, MSO)

  • D, M Notendurchschnitt 2,0

Probeunterricht in D und M (§3, GSO)

  • dreitägig
  • schriftliche und mündliche Prüfungen
  • zentral vom Kultusministerium gestellte Aufgaben
  • nur für Viertklässler und Fünftklässler staatl. genehmigter Schulen (z.B. Montessori)
  • nicht möglich für Schüler, die erfolglos am Probeunter. der RS teilgenommen haben
  • bestanden mit 1x Note 3 und 1x Note 4
  • Achtung: hohe Belastung für das Kind!

Alle Berechtigungen zum Übertritt gelten nur für ein Jahr.

Sind mehr Bewerberinnen und Bewerber vorhanden, als im Hinblick auf die räumlichen und personellen Verhältnisse der Schule aufgenommen werden können, so bemühen sich die staatlichen und nichtstaatlichen Schulen um einen örtlichen Ausgleich. Gelingt dies nicht, so entscheidet das Ministerium mit Wirkung für die öffentlichen Schulen.

5. Jahrgangsstufe: Gelenkklasse im Übertrittsverfahren

Sehr geehrte Eltern,

im bayerischen Schulsystem wird die 5. Jahrgangsstufe als sogenannte Gelenkklasse bezeichnet. Das heißt, dass den Kindern nach dem Übertritt an eine neue Schulart anfänglich eine Eingewöhnungsphase an die neuen Anforderungen der betreffenden Schulart durchlaufen. Anschließend dient die Gelenkklasse der Reflexion  des gewählten Bildungsweges und unterstützt die Anbahnung individueller Bildungswechsel im Anschluss an die 5. Jahrgangsstufe. Für Kinder, die das Gymnasium besuchen,  ist dies neben dem weiteren, abwartenden Besuch des Gymnasiums ein aufsteigender Wechsel in die 6. Jahrgangsstufe der Real- oder Mittelschule, falls sich herausstellt, dass zu große Schwierigkeiten mit den Anforderungen des Gymnasiums bestehen. Hierbei muss abgewogen werden, ob Probleme behoben werden können, z.B. durch eine Änderung des Lern-und Arbeitsverhaltens, da an der Grundschule kein kontinuierliches Lernen nötig war, dies jedoch beim Erlernen einer Fremdsprache unabdingbar ist. Beratungsangebote der Schule können hierbei unterstützend genutzt werden.

Die folgende Zusammenstellung relevanter Paragraphen aus der Schulordnung soll einen groben Überblick rund um das Thema Vorrücken, Wiederholen und Schulartwechsel geben. Im bayerischen Schulsystem gilt das Prinzip: „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das heißt, dass es immer weiterführende Wege gibt, die zum Abitur führen. Um Ihrem Kind individuell bei Schulleistungsproblemen helfen zu können, ist es nötig, die Ursachen für die schlechten Leistungen zu erforschen. Nehmen Sie bitte dazu Kontakt mit den betreffenden Fachlehrkräften auf, die hierzu wertvolle Beobachtungen beitragen können.

Frau Süß, die Grundschullotsin, begleitet und unterstützt Schüler und Eltern durch Förderunterricht und  praktische Hilfestellungen.

Für Fragen zu Lern- und Leistungsschwierigkeiten, Prüfungsangst, Motivationsproblemen und allgemeinen Problemsituationen steht Ihnen Frau Ertl, unsere Schulpsychologin zur Verfügung, für eine individuelle Beratung bei Fragen der Schullaufbahn wenden Sie sich an die Beratungslehrerin Frau Jennert.

Vorrückungsbestimmungen (§30, GSO)

Die Erlaubnis zum Vorrücken in die nächste Jahrgangsstufe kann nicht erteilt werden, wenn im Jahreszeugnis in zwei Vorrückungsfächern die Note 5 oder in einem Vorrückungsfach die Note 6 erteilt wird. Zu den Vorrückungsfächern gehören alle Fächer mit Ausnahme von Sport und in den Jahrgangsstufen 5 und 6 Musik.

Vorrücken auf Probe (§31, GSO)

Die gymnasiale Schulordnung (GSO) sieht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 – 9, die die Jahrgangsstufe das erste Mal besuchen, die Möglichkeit eines Vorrückens auf Probe vor, wenn „nach dem Gesamtbild aller erzielten Leistungen erwartet werden kann, dass sie im nächsten Schuljahr das Ziel der Jahrgangsstufe erreichen. […]Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz auf Grundlage einer Empfehlung der Klassenkonferenz.“ Das Vorrücken auf Probe setzt das Einverständnis der Eltern voraus und beinhaltet eine Probezeit bis zum 15. Dezember, nach der die Lehrerkonferenz über das Bestehen entscheidet.

Wiederholen (Art. 53, BayEUG)

Das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz sieht vor, dass „Schülerinnen und Schüler, die die Erlaubnis zum Vorrücken nicht erhalten haben, […] die bisher besuchte Jahrgangs­stufe derselben Schulart wiederholen“ können.

Allerdings darf eine Jahrgangsstufe nicht zweimal wiederholt werden bzw. nach der Wiederholung einer Jahrgangsstufe darf die darauf folgende Jahrgangsstufe nicht wiederholt werden. In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 darf insgesamt nur einmal wiederholt werden.

Dabei gilt es die Höchstausbildungsdauer zu beachten, die am Gymnasium 10 Schuljahre bis zum Abitur beträgt.

Eine Entscheidung für eine Wiederholung der Jahrgangsstufe ist nur dann sinnvoll, wenn eine grundsätzliche Eignung für das Gymnasium vorliegt und durch eine verbesserte Arbeits­haltung im Wiederholungsjahr die Lücken geschlossen werden. Es geht also nicht nur darum, das Wiederholungsjahr zu bestehen, sondern gefestigte Grundlagen für den weiteren gymna­sialen Bildungsweg zu schaffen.

Wechsel an die Realschule

Ein Wechsel an die Realschule ist grundsätzlich nur zu Beginn des Schuljahres möglich. Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung der Realschule.

Auch an der Realschule ist eine Höchstausbildungsdauer festgelegt, die 8 Jahre beträgt. Dabei werden die Jahre, die am Gymnasium verbracht werden, mitgezählt.

Für die Aufnahme gilt eine Altersgrenze (Jahrgangsstufe plus 7). Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung der Realschule.

Das Vorrücken in die Jahrgangsstufen 6 der Realschule ist möglich, wenn die Vorrückungs­erlaubnis für diese Jahrgangsstufe am Gymnasium vorliegt. Beim Wechsel an die Realschule in eine höhere Jahrgangsstufe ist zu beachten, dass sich an der Realschule ab der Jahrgangs­stufe 7 die Lehrpläne und Fächer aufgrund der Zweige zum Teil erheblich von denen des Gymnasiums unterscheiden. Das heißt, ein Wechsel von Klasse 5 bzw. 6 des Gymnasiums in die Jahrgangsstufe 6 bzw. 7 der Realschule ist weitgehend problemlos möglich. In den höheren Jahrgangsstufen müssen ggf. Lerninhalte nachgeholt werden.

Bei der Frage nach dem Wechsel an die Realschule spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle: die Begabung des Kindes (vor allem in den Bereichen logisches Denken und sprach­liche Fähigkeiten), Arbeitsverhalten, Lernmotivation, die psychische Komponente, wie Ihr Sohn/Ihre Tochter mit den Leistungs­anforderungen am Gymnasium zurechtkommt  und der Zeitaufwand für die Schule (die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit braucht Zeit zur Entfaltung, Schule darf hier nicht alles sein).

Wichtig ist auch, Ihren Sohn/Ihre Tochter in den Entscheidungsprozess einzubinden und zu bedenken, dass der Entscheidungsprozess für Veränderungen Zeit braucht. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass z. B. bei Schwierigkeiten im Lern- und Arbeitsverhalten ein Wechsel an eine andere Schulart nicht unbedingt das Problem mit schlechten Noten löst, da auch an der Realschule gelernt werden muss. Allerdings zeigt sich auch, dass viele Schülerinnen und Schüler, für die die Anforderungen am Gymnasium zu hoch waren, an der Realschule wieder Erfolgserlebnisse durch gute Noten haben.

Grundsätzlich gilt, dass ein Wechsel der Schulart so früh wie möglich erfolgen sollte, da dauernde Misserfolge Ihrem Kind schaden.

Sollten Sie einen Wechsel an die Realschule in Erwägung ziehen, melden Sie sich bitte frühzeitig dort an, d. h. vor der Planungsphase für das nächste Schuljahr im Mai. Sie benö­tigen dazu an den meisten Realschulen eine Bescheinigung über ein Beratungsgespräch mit einer Beratungs­fachkraft des Gymnasiums.

Grundsätzlich ist auch eine Wiederholung der Jahrgangsstufe an der Realschule möglich.

 

6. Jahrgangsstufe

Sehr geehrte Eltern,

die Jahrgangsstufe 6 des Gymnasiums stellt mit der zweiten Fremdsprache eine erhöhte Anforderung dar, die einige Schülerinnen und Schüler an ihre Grenzen stoßen lässt.

Die folgende Zusammenstellung enthält Informationen zu Schullaufbahnfragen rund um das Thema Vorrücken, Wiederholen und Schulartwechsel bezogen auf die Jahrgangsstufe 6. Bei den Schulart­wech­seln gilt dabei das Prinzip „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das heißt, dass es immer weiterführende Wege gibt, die zum Abitur führen. Um in Ihrer konkreten Situation geeignete Schritte zur Verbesserung der Situation Ihres Sohnes/Ihrer Tochter zu unternehmen, ist es erforderlich, die Ursachen für die schlechten Leistungen zu erforschen. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt zu den Fachlehrkräften Ihres Sohnes/Ihrer Tochter auf, die hierzu wertvolle Beobachtungen beitragen können. Für Fragen bei Lern- und Leistungs­schwierigkeiten und allgemeinen Problemsituationen steht Ihnen unsere Schulpsy­chologin Frau Ertl zur Verfügung, für eine individuelle Beratung bei Fragen der Schullaufbahn wenden Sie sich an die Beratungslehrerin Frau Jennert.

Vorrückungsbestimmungen (§30, GSO)

Die Erlaubnis zum Vorrücken in die nächste Jahrgangsstufe kann nicht erteilt werden, wenn im Jahreszeugnis in zwei Vorrückungsfächern die Note 5 oder in einem Vorrückungsfach die Note 6 erteilt wird. Zu den Vorrückungsfächern gehören alle Fächer mit Ausnahme von Sport und in Jahrgangsstufe 5 und 6 Musik.

Vorrücken auf Probe (§31, GSO)

Die gymnasiale Schulordnung (GSO) sieht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 – 9, die die Jahrgangsstufe das erste Mal besuchen, die Möglichkeit eines Vorrückens auf Probe vor, wenn „nach dem Gesamtbild aller erzielten Leistungen erwartet werden kann, dass sie im nächsten Schuljahr das Ziel der Jahrgangsstufe erreichen. […] Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz auf Grundlage einer Empfehlung der Klassenkonferenz.“ Das Vorrücken auf Probe setzt das Einverständnis der Eltern voraus und beinhaltet eine Probezeit bis zum 15. Dezember, nach der die Lehrerkonferenz über das Bestehen entscheidet.

Nachprüfung (§33 GSO)

„Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 – 9, die wegen nicht ausreichender Leistungen in höchstens drei Vorrückungsfächern (darunter in Kernfächern [Schulaufgaben­fächern] nicht schlechter als höchstens einmal Note 6 oder zweimal Note 5) das Ziel der Jahrgangsstufe nicht erreicht haben“, können vorrücken, wenn sie in den entsprechenden Fächern eine Nachprüfung am Ende der Sommerferien bestanden haben.

Die Nachprüfung ist nicht möglich im Wiederholungsjahr und bei einer Note 6 im Fach Deutsch. Die Teilnahme an der Nachprüfung muss bei der Schulleitung beantragt werden.

Bei der Entscheidung für eine Nachprüfung gilt genau abzuwägen, zwischen dem Bedürfnis nach Erholung in den Sommerferien und dem erforderlichen Lernaufwand zum Schließen der Lücken.

Wiederholen (Art. 53, BayEUG)

Das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz sieht vor, dass „Schülerinnen und Schüler, die die Erlaubnis zum Vorrücken nicht erhalten haben, […] die bisher besuchte Jahrgangs­stufe derselben Schulart wiederholen“ können.

Allerdings darf eine Jahrgangsstufe nicht zweimal wiederholt werden bzw. nach der Wieder­holung einer Jahrgangsstufe darf die darauf folgende Jahrgangsstufe nicht wiederholt werden. In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 darf insgesamt nur einmal wiederholt werden.

Dabei gilt es, die Höchstausbildungsdauer zu beachten, die am Gymnasium 10 Schuljahre bis zum Abitur beträgt.

Eine Entscheidung für eine Wiederholung der Jahrgangsstufe ist nur dann sinnvoll, wenn eine grundsätzliche Eignung für das Gymnasium vorliegt und durch eine verbesserte Arbeits­haltung im Wiederholungsjahr die Lücken geschlossen werden. Es geht also nicht nur darum, das Wiederholungsjahr zu bestehen, sondern gefestigte Grundlagen für den weiteren gymna­sialen Bildungsweg zu schaffen.

Freiwilliger Rücktritt (§37 GSO)

Auf Antrag der Erziehungsberechtigten können Schülerinnen und Schüler freiwillig spätestens zwei Wochen nach Ende des Halbjahres in die fünfte Jahrgangsstufe zurücktreten. Sie gelten dabei nicht als Wiederholungsschüler. Diese „Notbremse“ kann sinnvoll sein, wenn die Gymnasialeignung grund­sätzlich gegeben erscheint, die Vorkenntnislücken aber so groß sind, dass ein Bestehen der Jahrgangsstufe äußerst fraglich ist. Insbesondere kann dies dann der Fall sein, wenn durch widrige Umstände im privaten Umfeld oder Krankheit zeitweise das schulische Engagement in den Hintergrund getreten ist. Bei dieser Schullaufbahnvariante ist eine Beratung dringend angezeigt.

Wechsel an die Realschule

Ein Wechsel an die Realschule ist grundsätzlich nur zu Beginn des Schuljahres möglich. Über Ausnahmen entscheidet der Schulleiter der Realschule.

Auch an der Realschule ist eine Höchstausbildungsdauer festgelegt, die 8 Jahre beträgt. Dabei werden die Jahre, die am Gymnasium verbracht werden, mitgezählt.

Für die Aufnahme gilt eine Altersgrenze (Jahrgangsstufe plus 7).

Das Vorrücken in die Jahrgangsstufen 6 - 10 der Realschule ist möglich, wenn die Vorrückungs­erlaubnis für diese Jahrgangsstufe am Gymnasium vorliegt oder in den Fächern, die auch an der Realschule unterrichtet werden, keine schlechtere Note als höchstens einmal Note 5 vorliegt,
d. h. die Lateinnote spielt zum Beispiel keine Rolle.

Beim Wechsel an die Realschule in eine höhere Jahrgangsstufe ist zu beachten, dass sich ab der Jahrgangsstufe 7 die Lehrpläne und Fächer der Realschule aufgrund der Zweige zum Teil erheblich von denen des Gymnasiums unterscheiden. Das heißt, ein Wechsel von Klasse 5 oder 6 des Gymnasiums in die Jahrgangsstufe 6 oder 7 der Realschule ist weitgehend problemlos möglich. In den höheren Jahrgangsstufen müssen ggf. Lerninhalte nachgeholt werden.

Bei der Frage nach dem Wechsel an die Realschule spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle: Die Begabung des Kindes (vor allem in den Bereichen logisches Denken und sprachliche Fähigkeiten), die Lücken aus den Vorjahren, das Arbeitsverhalten und die Lernmotivation, die psychische Komponente, wie Ihr Sohn/Ihre Tochter mit den Leistungsanforde­rungen am Gymnasium zurechtkommt und der Zeitaufwand für die Schule (denn die Entwicklung einer stabilen Persönlich­keit braucht Zeit zur Entfaltung, Schule darf hier nicht alles sein).

Wichtig ist auch, Ihren Sohn/Ihre Tochter in den Entscheidungsprozess einzubinden und zu bedenken, dass der Entscheidungsprozess für Veränderungen Zeit braucht. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass z. B. bei Schwierigkeiten im Lern- und Arbeitsverhalten ein Wechsel an eine andere Schulart nicht unbedingt das Problem mit schlechten Noten löst. Denn auch an der Realschule muss gelernt werden. Allerdings zeigt sich auch, dass Schülerinnen und Schüler, für die die Anforderungen am Gymnasium z. B. durch die zweite Fremdsprache zu hoch waren, an der Realschule wieder Erfolgserlebnisse durch gute Noten haben.

Grundsätzlich gilt, dass ein Wechsel der Schulart so früh wie möglich erfolgen sollte, denn dauernde Misserfolge schaden Ihrem Kind.

Sollten Sie einen Wechsel an die Realschule in Erwägung ziehen, melden Sie sich bitte frühzeitig dort an, d. h. vor der Planungsphase für das nächste Schuljahr im Mai. Sie benö­tigen dazu  an den meisten Realschulen eine Bescheinigung über ein Beratungsgespräch mit einer Beratungs­fachkraft des Gymnasiums.

Grundsätzlich ist auch eine Wiederholung der Jahrgangsstufe an der Realschule möglich.

Ebenso wie ein Wechsel an die Mittelschule oder Wirtschaftsschule.

7. Jahrgangsstufe

Sehr geehrte Eltern,

die folgende Zusammenstellung enthält Informationen zu Schullaufbahnfragen rund um das Thema Vorrücken, Wiederholen und Schulartwechsel bezogen auf die Jahrgangsstufe 7. Bei den Schulart­wechseln gilt dabei das Prinzip „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das heißt, dass es immer weiter­führende Wege gibt, die zum Abitur führen. Um in Ihrer konkreten Situation geeignete Schritte zur Verbesserung der Situation Ihres Sohnes/Ihrer Tochter zu unternehmen, ist es erforderlich, die Ursachen für die schlechten Leistungen zu erforschen. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt zu den Fachlehrkräften Ihres Sohnes/Ihrer Tochter auf, die dazu wertvolle Beobach­tungen beitragen können. Für Fragen bei Lern- und Leistungsschwie­rigkeiten sowie allgemeinen Problem­situationen steht Ihnen unsere Schulpsychologin Frau Ertl zur Verfügung, für eine individuelle Beratung bei Fragen der Schullaufbahn wenden Sie sich an unsere Beratungs­lehrerin Frau Jennert.

Vorrückungsbestimmungen (§30, GSO)

Die Erlaubnis zum Vorrücken in die nächste Jahrgangsstufe kann nicht erteilt werden, wenn im Jahreszeugnis in zwei Vorrückungsfächern die Note 5 oder in einem Vorrückungsfach die Note 6 erteilt wird. Zu den Vorrückungsfächern gehören alle Fächer mit Ausnahme von Sport.

Vorrücken auf Probe (§31, GSO)

Die gymnasiale Schulordnung (GSO) sieht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 – 9, die die Jahrgangsstufe das erste Mal besuchen, die Möglichkeit eines Vorrückens auf Probe vor, wenn „nach dem Gesamtbild aller erzielten Leistungen erwartet werden kann, dass sie im nächsten Schuljahr das Ziel der Jahrgangsstufe erreichen. […] Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz auf Grundlage einer Empfehlung der Klassenkonferenz.“ Das Vorrücken auf Probe setzt das Einverständnis der Eltern voraus und beinhaltet eine Probezeit bis zum 15. Dezember.

Nachprüfung (§33 GSO)

„Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 – 9, die wegen nicht ausreichender Leistun­gen in höchstens drei Vorrückungsfächern (darunter in Kernfächern [Schulaufgabenfächern] nicht schlechter als höchstens einmal Note 6 oder zweimal Note 5) das Ziel der Jahrgangs­stufe nicht erreicht haben“, können vorrücken, wenn sie in den entsprechenden Fächern eine Nachprüfung am Ende der Sommerferien bestanden haben.

Die Nachprüfung ist nicht möglich im Wiederholungsjahr und bei einer Note 6 im Fach Deutsch. Die Teilnahme an der Nachprüfung muss bei der Schulleitung beantragt werden.

Bei der Entscheidung für eine Nachprüfung gilt genau abzuwägen, zwischen dem Bedürfnis nach Erholung in den Sommerferien und dem erforderlichen Lernaufwand zum Schließen der Lücken.

Wiederholen (Art. 53, BayEUG)

Das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz sieht vor, dass „Schülerinnen und Schüler, die die Erlaubnis zum Vorrücken nicht erhalten haben, […] die bisher besuchte Jahrgangsstufe derselben Schulart wiederholen“ können.

Allerdings darf eine Jahrgangsstufe nicht zweimal wiederholt werden bzw. nach der Wieder­holung einer Jahrgangsstufe darf die darauf folgende Jahrgangsstufe nicht wiederholt werden. In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 darf insgesamt nur einmal wiederholt werden.

Dabei gilt es die Höchstausbildungsdauer zu beachten, die am Gymnasium 10 Schuljahre bis zum Abitur beträgt.

Eine Entscheidung für eine Wiederholung der Jahrgangsstufe ist nur dann sinnvoll, wenn eine grundsätzliche Eignung für das Gymnasium vorliegt und durch eine verbesserte Arbeitshaltung im Wiederholungsjahr die Lücken geschlossen werden. Es geht also nicht nur darum, das Wiederholungsjahr zu bestehen, sondern gefestigte Grundlagen für den weiteren gymnasialen Bildungsweg zu schaffen.

Freiwilliger Rücktritt (§37 GSO)

Auf Antrag der Erziehungsberechtigten können Schülerinnen und Schüler freiwillig spätestens zwei Wochen nach Ende des Halbjahres in die sechste Jahrgangsstufe zurücktreten. Sie gelten dabei nicht als Wiederholungsschüler. Diese „Notbremse“ kann sinnvoll sein, wenn die Gymnasialeignung grund­sätzlich gegeben erscheint, die Vorkenntnislücken aber so groß sind, dass ein Bestehen der Jahrgangsstufe äußerst fraglich ist. Insbesondere kann dies dann der Fall sein, wenn durch widrige Umstände im privaten Umfeld oder Krankheit zeitweise das schulische Engagement in den Hintergrund getreten ist. Bei dieser Schullaufbahnvariante ist eine Beratung dringend angezeigt.

Wechsel an die Realschule

Ein Wechsel an die Realschule ist grundsätzlich nur zu Beginn des Schuljahres möglich. Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung der Realschule.

Auch an der Realschule ist eine Höchstausbildungsdauer festgelegt, die 8 Jahre beträgt. Dabei werden die Jahre, die am Gymnasium verbracht werden, mitgezählt.

Für die Aufnahme gilt eine Altersgrenze, das bedeutet zum Beispiel, dass für einen Wechsel in die 8. Klasse bis zum 31. August das fünfzehnte Lebensjahr, für einen Wechsel in die 7. Klasse zum 30. September das vierzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet sein darf.

Das Vorrücken in die Jahrgangsstufen 6 - 10 der Realschule ist möglich, wenn die Vorrückungs­erlaubnis für diese Jahrgangsstufe am Gymnasium vorliegt oder in den Fächern, die auch an der Realschule unterrichtet werden, keine schlechtere Note als höchstens einmal Note 5 vorliegt, d. h. beispielsweise, eine Note 5 in Latein bleibt unberücksichtigt.

Beim Wechsel an die Realschule in eine höhere Jahrgangsstufe ist zu beachten, dass ab der Jahrgangsstufe 7 die Lehrpläne und Fächer der Realschule aufgrund der Ausbildungsrichtungen zum Teil erheblich von denen des Gymnasiums unterscheiden. Das heißt, dass beim Wechsel in die Jahrgangsstufen 8 bzw. 9 der Realschule zum Teil Lern­inhalte nachgeholt werden müssen. Daher ist vor dem Wechsel eine Beratung bei einer Beratungs­fachkraft erforderlich.

Bei der Frage nach dem Wechsel an die Realschule und der damit verbundenen Frage „Welche Schulart ist die richtige für mein Kind?“ spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle: Die Begabung des Kindes vor allem in den Bereichen logisches Denken und sprach­liche Fähigkeiten, das Arbeitsverhalten und die Lern­motivation, die psychische Komponente, wie Ihr Sohn/Ihre Tochter mit den Leistungsanfor­derungen am Gymnasium zurechtkommt und der Zeitaufwand für die Schule.

Außerdem zeigt die Erfahrung, dass z. B. bei Schwierigkeiten im Lern- und Arbeitsverhalten ein Wechsel an eine andere Schulart nicht unbedingt das Problem mit schlechten Noten löst. Denn auch an der Realschule muss gelernt werden. Allerdings zeigt sich auch, dass Schülerinnen und Schüler, für die die Anforderungen am Gymnasium zu hoch waren, an der Realschule wieder Erfolgserlebnisse durch gute Noten haben.

Grundsätzlich gilt, dass ein Wechsel der Schulart so früh wie möglich erfolgen sollte, denn dauernde Misserfolge schaden Ihrem Kind. Zudem ist zu bedenken, dass zu einem Wechsel nach der 9. Klasse in das Prüfungsjahr (10. Klasse) der Realschule grundsätzlich nicht geraten werden kann.

Sollten Sie einen Wechsel an die Realschule in Erwägung ziehen, melden Sie sich bitte frühzeitig dort an, d. h. vor der Planungsphase für das nächste Schuljahr im Mai. Sie benö­tigen dazu an den meisten Realschulen eine Bescheinigung über ein Beratungsgespräch mit einer Beratungs­fachkraft des Gymnasiums.

Grundsätzlich ist auch eine Wiederholung der Jahrgangsstufe an der Realschule möglich.

Wechsel an den M-Zweig der Mittelschule oder an die Wirtschaftsschule

Ein alternativer Bildungsweg zum mittleren Schulabschluss ist der M-Zweig der allgemeinbildenden Mittelschule. Dieser bietet den Vorteil des Klassenlehrersystems der Mittelschule. Die Wirtschaftsschule gehört zu den beruflichen Schulen. Sie wird in verschiedenen Formen in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 angeboten und führt ebenfalls zum mittleren Schulabschluss.